Erste Künstlerinnen des deutsch-mexikanischen Stipendienprogramms

“Frida Kahlo” nehmen ihre Projektarbeit auf

Im Laufe der nächsten Jahre werden der DAAD und die mexikanische Regierung jeweils fünf mexikanische und fünf deutsche Nachwuchskünstlerinnen aus dem Fachbereich Bildende Künste und Film für ein Studienjahr im jeweiligen Gastland fördern. Die Stipendien beider Seiten umfassen eine Monatsrate von 750 Euro, die Flugkosten und Versicherungsleistungen. Bild vergrößern Die erste mexikanische Stipendiatin, Claudia de la Torre Álvarez, befindet sich bereits in Karlsruhe, wo sie mit Unterstützung des DAADs das zweite Jahr ihres Aufbaustudiums unter Professor Silvia Bächli an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste absolvieren wird. De la Torres momentaner Arbeitsschwerpunkt sind multidisziplinäre Installationen, die sich mit dem Phänomen des Archivierens befassen.
Von mexikanischer Seite wurden bereits zwei deutsche Künstlerinnen ausgewählt.
Stephanie Hecht hat ihre Projektarbeit in Mérida im Juni 2011 aufgenommen. In enger Zusammenarbeit mit dem Laboratorio de Teatro Campesino e Indigena wird sie ein Tanztheaterstück namens Aves Mexicanas (Mexikanische Vögel) schreiben, aufführen und den Entstehungsprozess in Form eines Dokumentarfilms festhalten. Zentrales Thema ihres Werkes ist das Aufeinandertreffen der indigenen Mayakultur mit der Kultur der spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert.
Corinna von der Groeben wird ab Januar 2012 das Leben in den Vorstädten von Mexiko Stadt im Rahmen einer ästhetischen Fotoserie analysieren. Von der Groeben plant das globale Phänomen des Ausuferns der Groβstädte bildhaft am eindrucksvollen Beispiel Mexiko Stadt zu zeigen. Mit ihren Fotos möchte sie das tägliche Leben der Bewohner, das Überleben alter Traditionen und die Suche nach ein biβchen Lebensqualität festhalten.
Die Bewerbungsfrist für die nächsten Kandidatinnen beginnt im November 2011.